Kulturzentrum Lagerhaus
Das Kulturzentrum Lagerhaus gilt sowohl für die angrenzenden Stadtteile als auch für den Standort Bremen als anerkannter Ort für innovative, künstlerische und soziokulturelle Arbeit. Das Lagerhaus zählt zwar nicht offiziell zu den Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern der Stadt, hat aber faktisch qualifizierende Funktion, was man aus den Firmenausgründungen und Lebensläufen ehemaliger Mitarbeiter nachvollziehen kann.
Ausgründungen von Unternehmen aus dem Lagerhaus
- das Kafe "Lagerhaus GmbH",
- die "Car-sharing Gmbh" (hervorgegangen aus StadtAuto Bremen),
- die "Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft" (mit 5 Naturkostläden aus der Selbstversorgungscooperative),
- die "Breminale GmbH",
- der "Sportgarten",
- und der "Bremer Karneval e.V.".
Mit seinen zahlreichen kulturellen Initiativen und vielen spartenübergreifenden Angeboten in den Bereichen Kultur, Migration und Ökologie hat das Kulturzentrum Lagerhaus sein Profil als in diesem Spektrum einzigartigen Kulturort für Bremen weiter ausgebaut und findet damit seit Jahren überregionale Beachtung. Unter einem Dach wirken so alle drei Bereiche ineinander und ermöglichen umfangreiche und breit gefächerte Kooperations- und Gestaltungsmöglichkeiten am eigenen Standort und an anderen Plätzen der Stadt. Die einzelnen Bereiche widmen sich dabei insbesondere folgenden Schwerpunkten:
- dem Bereich Kultur, der Pflege und Förderung der darstellenden und bildenden Künste, der Unterstützung und Entwicklung von innovativen Kulturprojekten sowie der Auseinandersetzung mit aktuellen Kulturformen. Vor allem durch Produktionen und Präsentationen in allen kulturellen Genres sowie durch Bereitstellung entsprechender räumlicher und technischer Voraussetzungen sollen diese Ziele erreicht werden.
- dem Bereich Migration, der Förderung und Pflege der Völkerverständigung und sozialen Integration, insbesondere durch interkulturelle Angebote für MigrantInnen und Deutsche und in Form von Informationen, Beratung und Lernangeboten.
- dem Bereich Ökologie, der Förderung und Weiterentwicklung von Umweltbewusstsein und umwelterhaltenden Aktivitäten. Dies soll erreicht werden durch die Entwicklung und Durchführung von stadtökologischen Modellprojekten, Veranstaltungen, Publikationen und praktischen Aktionen.
- dem Bereich Soziales, der Förderung benachteiligter Gruppen und Personen als Querschnittsaufgabe. Das geschieht durch Angebote zur sozialen und kulturellen Integration, insbesondere für Jugendliche.
Trägerverein und 13 Mitgliedsvereine
Die Programm- und Veranstaltungsangebote werden neben den Aktivitäten des Trägervereins in den drei Schwerpunkten Kultur, Migration und Ökologie durch die 13 Mitgliedsvereine umgesetzt, die in dem Trägerverein zusammengeschlossen sind. Dieser bündelt die Basisaufgaben des Hauses und stellt diese sicher (Instandhaltung, Verwaltung, Mittelakquise, Personalakquise, Projektentwicklung etc.). Dienstleistungsangebote (Öffentlichkeitsarbeit/Zett, Lohnabrechnung usw.) werden ebenso sichergestellt wie eine gemeinsame Außenvertretung (Behörden, Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren/LAG, Netzwerk, Bundesvereinigung etc.). Der Trägerverein koordiniert die dezentrale Vereinsarbeit und entwickelt gemeinsame übergreifende Projekte, wie zum Beispiel das Netz-Mitte.
